DEAD BY LAW
Kampagne gegen Brechmitteleinsätze

"Aus ärztlicher Sicht nicht zu verantworten"
Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg


Tod nach Brechmitteleinsatz

Anlass für das Konzert DEAD BY LAW ist der Tod von Achidi John. Der 19jährige Nigerianer kam am 9. Dezember letzten Jahres nach einem gewaltsam durchgeführten Brechmitteleinsatz zu Tode. Zuvor hatten fünf Polizisten den gefesselten, Todesangst erleidenden Mann gemeinsam zu Boden gezwungen und sich auf ihn gesetzt, während die Ärztin Dr. Ute Lockemann versuchte, eine Sonde durch die Nase einzuführen. Noch während diesem „medizinischen Eingriff“ erlitt Achidi John einen massiven Muskelkrampf. Trotzdem wurde die menschenverachtende Prozedur weiter geführt, das Brechmittel und fast ein Liter Wasser in den schon reglosen Körper gepumpt. Im Beisein der Ärztin erlitt Achidi John den Herzstillstand. Erst Minuten später wurde dies bemerkt. Die Reanimationsversuche blieben erfolglos. Achidi John starb am 12.Dezember 2001.

Ein Ermittlungsverfahren wurde bis heute weder gegen die Ärztin noch die beteiligten Polizisten eingeleitet: Man habe nur „vorermittelt“, so die Staatsanwaltschaft Hamburg, die Ende Juni 2002 die Akte schloss. Der Tod von Achidi John sei wegen einer bestehenden Herzerkrankung schicksalhaft gewesen, er habe bei jedem anderen aufregenden Ereignis sterben können. Die Staatsanwaltschaft weigert sich bis heute, ein gesetzmäßiges Verfahren einzuleiten.

Die in Nigeria lebenden Eltern des Achidi John haben die Hamburger Rechtsanwältin Gabriele Heinecke beauftragt, ihre Interessen wahrzunehmen, dafür zu sorgen, dass die Umstände des gewaltsamen Todes untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Es müssen Akten geprüft und Sachverständige beauftragt werden.

Kontakt per Mail: Kampagne gegen Brechmitteleinsätze


SPENDENKONTO: Haspa, BLZ: 20050550 Konto: 1022/741134, Kontobezeichnung: Dorothea Zirkel, Stichwort Prozess Achidi. J.
Aktuelles: (Dezember 2003)

Für Dienstag, dem 9. Dezember 2003 rufen das Solidaritätsbündnis gegen Brechmitteleinsätze und der Flüchtlingsrat Hamburg/Kampagne gegen Brechmitteleinsätze zu einer Demonstration mit anschließender Abschlusskundgebung vor dem Haupteingang des UKE in der Martinistraße auf. Die Demonstration beginnt um 17:30 Uhr an der U-Bahn Station Eppendorfer Baum, die Abschlusskundgebung am UKE Haupteingang findet gegen 18:30 Uhr statt.

Pressemitteilung 12/2003

In Zusammenarbeit mit der Kampagne gegen Brechmitteleinsätze hat der Flüchtlingsrat Hamburg eine Mitteilung an den Ausschuß gegen Folter der Vereinten Nationen (UN) gerichtet. Die Materialien finden Sie hier zum download.

Anschreiben an den Vorsitzenden des UN-Anti-Folter-Ausschusses
(deutsch) - (english)

Mitteilung / Report an den UN-Folter-Ausschuss
(deutsch) - (english)

DOWNLOAD (PDF):
Anschreiben an den Vorsitzenden des UN-Folter-Ausschusses
(erfodert den kostenlosen Acrobat Reader) deutsche Fassung    english Version

Der Report an den UN-Folter-Ausschuss als PDF-Datei zum downloaden
(erfodert den kostenlosen Acrobat Reader) deutsche Fassung    english Version

Aktuelle Chronologie der Brechmitteleinsätze in Hamburg
Informationen über Brechmitteleinsätze

Tödlicher Brechmitteleinsatz: Ärztetagsbeschluß ignoriert

Mutmaßungen über einen Herzstillstand
(Berliner Tagesspiegel: 27.12.2001)

Staatsanwaltschaft Hamburg stellt "Vorermittlungen" ein
(PDF, erfordert Acrobat Reader)

Deutscher Ärztetag: Brechmitteleinsatz bei Drogendelikten

Von Rot-Grün zu Schill- Politik gegen Flüchtlinge in Hamburg
Mehr Infos

Hintergrundartikel

Juristische Aspekte

Medizinische Aspekte



PRESSEINFOS

Pressemappe 23.10.02 (PDF)
Kurzfassung Presseerklärung (PDF)

Infomaterial zum Benefizkonzert DEAD by LAW am 26.10.02


Anwälte beantragen Klageerzwingung (Presseerklärung)

Der Antrag zur Klageerwingung (PDF, erfordert Acrobat Reader)


Archiv:

Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Achidi John

Zum Aufruf für die Trauerkundgebung (Dezember 2002) (html)
Zum Aufruf für die Trauerkundgebung (Dezember 2002) (PDF)

Zum Aufruf für die Demo in der Innenstadt.... (Dezember 2002)

mit Unterstützung von Rock Links